Rheinromantik

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Bild 3
Zusammenfluss von Rhein und Mosel
- Das Deutsche Eck -

 

Kunstkritik zum Werk "Zusammenfluss von Rhein und Mosel - Deutsches Eck in Koblenz" von Ralf Godde aus dem Zyklus "RheinRomantik" 2003:

Den romantischen Reiz des von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannten Mittelrheins entdeckten im 18./19. Jahrhundert als erste englische Künstler, wie z.B. William Turner, der Schöpfer zauberhafter, von Licht durchfluteter, mit Licht Atmosphäre zaubernder Aquarelle.

Auf den Spuren dieser Künstler wandelt der Koblenzer Grafiker und Maler Ralf Godde, Jahrgang 1961, mit seinem Zyklus "RheinRomantik - Burgen, Schlösser und Kulturdenkmäler am Mittelrhein".

Die Bilder, meist großformatige Gouachen, sind nicht nur eine künstlerische Reise durch das Rheintal, sondern eine Reise durch die (Jahres-)Zeiten, die am Mäuseturm in Bingen startet und an einem farbglühenden Sommerabend in Koblenz, am Zusammenfluss von Rhein und Mosel endet.

Golden spiegelt sich der Abendhimmel in den Fluten der Mosel, Flussgold der besonderen Art, Kontrast zum ansonsten das Bild beherrschenden, die nahe Dunkelheit ankündigenden, vielfach abgestuften Blau, in das Ufer und Flüsse getaucht sind. Mitten hinein in diese Harmonie aus Gold und Blau stößt, wie eine Pfeilspitze, aggressiver noch durch hier jetzt aufblitzendes Rot, das Deutsche Eck, Ort der Geschichte, des Schicksals, der Trennung und Vereinigung.

Dr. Lieselotte Sauer-Kaulbach
Kunsthistorikerin